Lebensversicherung

Gebundene Vorsorge Säule 3a

Die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) ist eine Vorsorgeform, die auf dem verfassungsmässigen 3-Säulen-Prinzip basiert. Gestützt wird die Säule 3a durch die Steuer- und Eigentumspolitik des Bundes.

Die Säule 3a ist in der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) eingehend geregelt und ist am 1. Januar 1986 in Kraft getreten.

Im Wesentlichen ist sie geprägt durch ihre steuerliche Privilegierung, welche darin besteht, dass die Beiträge an die anerkannten Vorsorgeformen steuerabzugfsähig sind.

Die Vorsorgeleistungen (Auszahlung) werden allerdings analog der 2. Säule voll besteuert.

Über das Kapital der Säule 3a kann nicht jederzeit verfügt werden, da es für die Finanzierung des Alters vorgesehen ist. Ausnahmen werden auf den folgenden Seiten beschrieben.

Zugelassen sind nur zwei Vorsorgeformen:

– Die gebundene Vorsorgeversicherung bei einer der Schweizer Versicherungsgesellschaft.

– Die gebundene Vorsorgevereinbarung mit einer Bankstiftung bzw. Vorsorgestiftung, die von einer Schweizer Bank gegründet wurde.

 

Freie Vorsorge Säule 3b

Begünstigungsklausel

Mit einer Begünstigungsklausel wird festgelegt, wer die Versicherungsleistungen beim Ableben des Versicherungsnehmers erhalten soll. Dies kann z.B. für die Partnerschaft in einem Konkubinat entscheidend sein, da die Partnerschaft nicht gesetzlich verankert ist. Die vertraglich festgelegten Leistungen fallen somit nicht in den sonstigen erbrechtlichen Nachlass. Die Versicherung zahlt die Leistung direkt an die im Vertrag festgehaltenen Begünstigten aus. Wenn durch die direkte Auszahlung der Versicherungsleistung gesetzliche Pflichtanteile verletzt werden, müssen die betroffenen Erben klagen.

Erbrechtliches Privileg

Die Leistung einer Lebensversicherung fällt im Todesfall nicht in den Nachlass des Verstorbenen (Erblassers). Verwandte (Ehepartner, Kinder, Eltern, Grosseltern und Geschwister) erhalten die Versicherungsleistungen selbst dann, wenn sie die sonstige Erbschaft ausschlagen sollten. Das Ausschlagen der Erbschaft kann z.B. sinnvoll sein, wenn der Erblasser ein überschuldetes Erbe hinterlässt.

Betreibungsrechtliches Privileg

Der Gesetzgeber (Versicherungsvertragsgesetz) hat den Schutz der Familie an erste Stelle gestellt. Die Ansprüche der Familie stehen explizit vor denen allfälliger Gläubiger. Voraussetzung hierfür ist, dass der Ehepartner oder die Kinder erstrangig in der Begünstigung der Lebensversicherung aufgeführt sind.

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